Think Big! Treffender lässt sich das neue Projekt von Jacobien Vlasman, der „besten Jazzsängerin Berlins“ (Tagesspiegel), nicht umschreiben. Denn mit „Jaco Says Yes“ sagt die niederländischen Vokalistin, Komponistin und Arrangeurin Ja zum großen Format.

Das während ihres Masterstudiengangs EUJAM bei ihren Stationen in Berlin, Amsterdam, Kopenhagen, Paris und Trondheim entwickelte Oktett lebt von einer enormen Ausdrucksvielfalt: Mit wortlosen Gesangslinien angereicherte Texturen à la Maria Schneider stehen da neben düsteren Klangumwölkungen, denen die Sängerin und Komponistin punktuell durch den geschickten Einsatz von Effektgeräten zusätzliche Dimensionen verleiht.

In den dichten rhythmischen Gespinsten und der filigranen Harmonie-Architektur ihrer großformatigen Stücke fungiert Vlasman mal als zusätzliche Bläserstimme, mal als Geräuschquelle, mal als dämonische Wiedergängerin aus Fernsehserien wie „Breaking Bad“ oder „Twin Peaks“, die textlich zuverlässig dorthin geht, wo es wehtut. Aber auch wenn es um am Leben und der Liebe verzweifelte Gestalten geht:

Stets verwandeln Vlasman, Altsaxofonist Jan von Klewitz, Tenorsaxofonist Uli Kempendorff, Posaunist Alistair Duncan, Gitarrist Florian Fleischer, Pianist Tomek Soltys, Bassist Pepe Berns und Schlagzeuger Christian Thomé die Klangdramen in ein pulsierendes Kreativgeflecht, dem man sich als Zuhörer unmöglich entziehen kann.

Keine Frage: Das Oktett „Jaco Says Yes“, das vom Berliner Senat mit einem Stipendium für Studioaufnahmen und eine Videoproduktion ausgestattet wurde, ist eines der ungewöhnlichsten Ensembles im derzeitigen europäischen Jazz. Und das perfekte Spielfeld für die stets nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten Ausschau haltende Totalvokalistin Jacobien Vlasman. (Josef Engels)

Uli Kempendorff: http://ulikempendorff.de

Alistair Duncan: https://www.alistair-duncan.com

Florian Fleischer: http://florian-fleischer.de

Pepe Berns: http://www.pepeberns.de

Jacobien Vlasman: https://jacobienvlasman.de